Vorstandsteam

Seit 2016 besteht der Vorstand des MVR aus einem Vorstandsteam mit zwei gleichberechtigten Vorständen.

Die Vorstandschaft berät und beschließt über alle laufenden Angelegenheiten des Vereins und der Beschlüsse der einzelnen Bereiche, sofern nicht die Generalversammlung nach Bestimmung der Satzung zuständig ist. Des Weiteren ist die Vorstandschaft für die Einhaltung und Umsetzung der Beschlüsse der Generalversammlung verantwortlich.

Die stimmberechtigten Mitglieder der Vorstandschaft werden durch die Generalversammlung gewählt. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Die nicht stimmberechtigten Mitglieder der Vorstandschaft werden gemäß der Vereinsordnung benannt.

Marcel Gencgel

Vorstandsteam

Andreas Rebel

Vorstandsteam

Bianca Eggensperger

Vorstandsteam

Historie des Musikverein Rohrbach e.V.

- Rohrbach am Gießhübel -


Um 1165 erwarb das Kloster Sinsheim Besitz und Rechte in Rohrbach, das in frühkeltischer Zeit (um 110 v. Chr.) besiedelt wurde. Nach der ältesten erhaltenen Urkunde von 1252 waren die Herren von Helmsheim und die Ritter Göler von Ravensburg in Rohrbach begütet, das ursprünglich Reichsbesitz war.

1385 wurde das inzwischen wertvoll gewordene Dorf an das Benediktinerkloster und spätere Ritterstift Odenheim verkauft, unter dessen Herrschaft es bis 1802 verblieb.

1810 kam es zum Amt Eppingen und schliesslich zum Großherzoglich Badischen Bezirksamt Eppingen.

Seit 1973 gehört Rohrbach als Stadtteil der Stadt Eppingen zum Landkreis Heilbronn, Region Heilbronn-Franken, Regierungsbezirk Stuttgart.
Rohrbach zeichnet sich heute durch ein aktives bürgerschaftliches Leben aus. Jung und alt arbeiten in vielen gut organisierten und aktiven Vereinen zusammen. Das sportliche Leben wird vom FC Badenia und dem Tennisverein geprägt. Das Kulturelle durch den Musikverein, den Männergesangverein und den Kirchenchor.


Blasmusik in Rohrbach von 1881-1951

Glücklicherweise können wir auf Aufzeichnungen von Johann Kunkel zurückgreifen, die er 1956 anlässlich des 1. Bezirksmusikfestes in Rohrbach niedergeschrieben hat. Er hat durch umfangreiche Gespräche in der Gemeinde die Entstehung der Volksmusik in Rohrbach a.G. ergründet.

– 1881 –

Als erster Musiker im Ort ist demnach der im Jahre 1851 geborene Franz Gerber anzusprechen. In seinen jungen Jahren musizierte er in Gemeinschaft mit den Musikern Späth und Klein aus Kürnbach und Bäuerle aus Flehingen.
Musikliebende junge Männer kamen um das Jahr 1880/1881 hinzu, die von Franz Gerber am Instrument unterrichtet wurden. Es waren dies Jakob Schwarzmeier, Leopold Auer, Julius Gerber, Karl Kaltenmaier und Julius Kuhmann. Weiter wirkte aushilfsweise in dieser Kapelle Christian Schuld aus Sulzfeld mit. Aus den Feuerwehrakten ist zu entnehmen, dass bereits 1881 mit den vorgenannten Musikern die Feuerwehrmusik gegründet wurde, die am 1. Februar 1882 auch ihre eigene Satzung erhalten hat.

– 1900 –

Um die Jahrhundertwende wurden wieder musikbegeisterte Männer von Christian Schuld und dessen Sohn Wilhelm in Sulzfeld für die Blasmusik ausgebildet. Es waren dies Ludwig Rupp, Wilhelm Rupp, Gustav Rupp, Johannes Karg und Josef Steiner. Einige Jahre später trat noch Franz Kuhmann dieser jungen Kapelle bei. Ergänzt wurde diese Musik durch Julius Kuhmann als Bassist, der bereits bei der Gründung 1880/1881 mitwirkte. Diese kleine Kapelle ist auf dem Jubiläumsfoto der Freiwilligen Feuerwehr Rohrbach, das anlässlich des 25-jährigen Stiftungsjubiläums im Jahre 1902 aufgenommen wurde, zu sehen.

Musikkapelle Feuerwehr Rohrbach.png
v. l. n. r.: Johannes Karg, Julius Kuhmann, Josef Steiner, Franz Kuhmann, Wilhelm Rupp, Ludwig Rupp

– 1909 –

Im Jahre 1909 ließen sich wieder musikbegeisterte Jugendliche bei Berthold Schuld, ebenfalls Sohn von Christian Schuld, in Sulzfeld Musikunterricht erteilen. Als jedoch die gestellten Aufgaben beim Musikunterricht immer schwieriger und das abendliche Lernen umfangreicher wurde, war die Begeisterung bei den meisten der Jungmusiker bald verschwunden. Von den anfangs 14 jungen Männern blieben drei übrig. Es waren dies Artur Maierhöfer, Karl Kunkel und Johann Kunkel. Da die kleine Kapelle aus der Zeit um die Jahrhundertwende durch Ausscheiden einiger Musiker wieder sehr geschwächt war, wurden die drei letztgenannten in die Kapelle integriert, wodurch diese wieder spielfähig wurde.
Diese Musik setzte sich aus folgenden Personen zusammen: Ludwig Rupp, Wilhelm Rupp, Johannes Karg, Artur Maierhöfer, Karl Kunkel und Johann Kunkel. Die kleine Kapelle zeigte ohne Übertreibung gute Leistungen, war beliebt und hatte unter sich eine hervorragende Kameradschaft, wie sie besser kaum anzutreffen war.
Diese Kapelle konnte bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges zusammenbleiben. Leider hat der Krieg auch Opfer von unserer Musik gefordert. Der Flügelhornist Ludwig Rupp sollte nicht mehr zurückkehren – er war bereits 1914 gefallen.

– 1920 –

Nach Beendigung des 1. Weltkrieges fanden sich wieder junge Männer zusammen, die nach der musikalischen Ausbildung bei Berthold Schuld in Sulzfeld die Kapelle wieder stärken sollten. Es waren dies Heinrich Kraus, Josef Kuhmann und Eugen Heß. Die so gebildete Kapelle gestaltete das 50-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr mit, welches vom 21.-23.05.1927 gefeiert wurde. Vom 01.-03.07.1933 nahm die Kapelle am Lindenfest des Männer-Gesangvereins „Liederkranz“ teil.
Durch die Arbeitsplatzveränderung einiger Musiker wurde auch diese Gruppe nach Jahren guter Zusammenarbeit so geschwächt, dass sie nicht mehr spielfähig war.
Der damalige Bürgermeister Oskar Rupp trat 1933 an Johann Kunkel heran mit der Bitte, eine Musikkapelle neu aufzustellen. Kunkel hat die noch vorhandenen Musiker gebeten, der Musik zuliebe wieder zu den Instrumenten zu greifen.
Fehlende Kräfte konnte man freundschafts- und aushilfsweise aus Kronau erhalten, so dass die Musik eine Stärke von 8 - 10 Mann hatte. Leider hatten die Aushilfskräfte die Musikkapelle nach einigen Jahren wieder verlassen. Damit war die örtliche Musik wiederum zum Erliegen gekommen. Erwähnen sollte man noch, dass in diesem Zeitraum unter der Jugend ein Spielmannszug gebildet und von Berthold Schuld geleitet wurde.

– 1946 –

Bereits im Jahre 1946 hatten wiederum einige den Versuch gewagt, das kulturelle Leben in der Heimatgemeinde in Gang zu bringen. Im Januar 1948 war es dann wieder soweit, als August Heitlinger und sein Freund Robert Rebel zu Johann Kunkel kamen und über die Aufstellung einer örtlichen Musikkapelle sprachen. Gleichzeitig stellten sie an Kunkel die Frage, ob er die Leitung der geplanten Kapelle übernehmen würde.
Der Musik und dem Gesang hat Johann Kunkel in seinem Leben nie ablehnend gegenübergestanden und so sagte er zu. Als Kunkel dann anfangs Februar 1948 wieder in Rohrbach zu Besuch weilte, hatte August Heitlinger bereits mehr als zehn junge Männer gewinnen können, die an der Neuaufstellung einer Musikkapelle mitwirken wollten.
Es waren dies August Heitlinger, Robert Rebel, Albert Maierhöfer, Erwin Maierhöfer, Fritz Frenznick, Franz Jergl, Franz Wild, Josef Wild, Otto Böhm, Georg Wallisch, Hans Thullner, Johann Bäumel, Franz Zorn und Walter Ries. Im selben Jahr kamen noch Anton Kraus, Alfred Ries, Adolf Wamsler und Benno Wamsler dazu.
Mit einem Marsch und verschiedenen leichteren Musikstücken hatte sich die neue Kapelle bei der Weihnachtsfeier 1948 bereits musikalisch gezeigt. Im Januar 1949 war Johann Kunkel erkrankt und konnte dadurch der jungen, im Aufbau befindlichen Kapelle nicht mehr als Dirigent vorstehen. Emil Heininger aus Eppingen hat an seiner Stelle die Leitung der Kapelle aushilfsweise übernommen. Nachdem im Laufe des Sommers 1949 die Kapelle Herrn Heininger die musikalische Leitung entzogen hatte, wurde Josef Rothmeier mit der Stabführung beauftragt. Nach Ausscheiden von Dirigent Rothmeier schloss sich die Kapelle der Feuerwehrkapelle Mühlbach zur gegenseitigen Unterstützung an.
Dieser Zusammenschluss war, bedingt durch die größere Entfernung zwischen beiden Orten, auch nur von kurzer Dauer. Nun stand die kleine Kapelle ohne musikalischen Leiter da. Dies war der Zeitpunkt, als man sich vertraglich der Freiwilligen Feuerwehr Rohrbach anschloss. Der Anschluss an die Feuerwehr konnte der Musik aber keine positiven Impulse vermitteln.
Dass dieser führerlose Zustand zum Verfall der Kapelle führen musste, zeigte sich alsbald. Als die Kapelle auf dem Tiefpunkt ihrer Leistungen angelangt war, kamen am ersten Sonntag im April des Jahres 1950 einige Musiker zu Johann Kunkel, mit der Bitte, die musikalische Leitung der Kapelle wieder zu übernehmen. Für das naheliegende Fronleichnamsfest wurden sofort Choräle einstudiert. Kunkels weiteres Bestreben war es Konzert- und Unterhaltungsstücke in die Probenarbeit mit einzubringen, um die Musik auch für schwerere Aufgaben heranzubilden.

– 1951 –

Im Frühjahr 1951 unterrichtete Kunkel die Kapelle von seinem Vorhaben, der „Gründung eines Musikvereins“. Die Auffassung der Musiker über dieses Vorhaben war geteilt, weil sie sich einerseits an die Feuerwehr gebunden fühlten und andererseits einem Verein gegenüber eine erhöhte Verpflichtung zu sehe war.
Weiterhin wurde der Gedanke einer Vereinsgründung noch dadurch gestärkt, dass die Musik für musikalische Veranstaltungen von der GEMA mit Rechnungen überschüttet wurde.
Um die Aufnahme der Kapelle in den Bund Süddeutscher Volksmusik zu ermöglichen, wurde mit dem damaligen Landesleiter für Nordbaden, Herrn Friedrich Hohn, Verbindung aufgenommen. Die Arbeit hinsichtlich der geplanten Vereinsgründung war vielfältig. Johann Kunkel musste jede freie Stunde nutzen, um die musikalischen und schriftlichen Arbeiten, die sich durch das bevorstehende Gründungsfest des Musikvereins ergaben, bewältigen zu können.
Neben diesen Arbeiten musst die Durchführung einer Mitgliederwerbung in Angriff genommen werden. Als etwa 40 Mitglieder geworben waren, ließ es Kunkel genug sein und hatte in der Musik, vor allem in Albert Maierhöfer einen willigen jungen Mann, dem die weitere Werbung nach dem Feste oblag.
Am Samstag, dem 25. August 1951, war der Tag gekommen, an dem abends der Musikverein mit dem Gründungsfest seinen Anfang nehmen sollte. Die gesamte Bevölkerung war von dem bevorstehenden Ereignis ergriffen und fleißige Hände begannen mit der Herrichtung und Ausschmückung der Gebäudefassaden. Blumen und Girlanden wurden über die Straßen gespannt. Hieraus konnte man entnehmen, dass etwas „Großes“ zu erwarten war.

Musikverein Rohrbach Gründung.png
v. l. n. r.: Franz Wild, Erwin Maierhöfer, Hans Thullner, Otto Böhm, Dirigent und Vorsitzender Johann Kunkel, Albert Maierhöfer, Fritz Frenznick, Adolf Wamsler, Johann Bäumel, Alfred Ries, Josef Wild



Das Musikerheim

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Musikerheim in der Inselstraße

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte


Seit 1987 probt der Musikverein im eigenen Probelokal. Am 04.04.1987 konnte der erste Spatenstich für den Bau des Musikerheims vorgenommen werden. Bereits am 12.05.1987 konnte man das Richtfest des Musikerheims feiern.

Am 27.08.1987 konnte im neuen Musikerheim die erste Probe durchgeführt werden. Ein tolles Gefühl für alle anwesenden Musiker. Erstmals in der Vereinsgeschichte hatte man eigene Proberäume. Die Musiker waren stolz über das gelungene Werk. In großer Gemeinschaft wurde im Frühjahr und Sommer täglich an der Fertigstellung des neuen Heimes gearbeitet. Viele Ehrengäste waren bei der Einweihungsfeier anwesend und Pfarrer Lutz konnte das neue Heim segnen.

Über die Jahre ist das Musikerheim für viele Musiker zu einer zweiten Heimat geworden.
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Richtfest 12. Mai 1987
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Sandstein vor dem Musikerheim
In den Jahren von 1950 bis 1987 hatte der Musikverein verschiedene Probelokale.

Anfang der 50er Jahre wurde im hinteren Gebäude des Gasthauses „Löwen“ und danach im unteren Raum des Rathaus (rückwärtiger Bereich) geprobt.

In den 70er Jahren fanden die Musikprobe in der Rohrbacher Schule statt. Dort konnte man aber nicht immer ungestört die Proben abhalten, da in regelmäßigen Abständen von der Übermieterin der Strom abgestellt wurde. Die Musiker saßen des Öfteren im Dunkeln. Erst ein Mietnachlass der Stadt beruhigte den monatelangen Streit.

In den 80er Jahren war der Verein dann als Untermieter im Feuerwehrhaus einquartiert.

Für die Zurverfügungstellung der Räume gilt heute noch unser Dank.

Kontaktadressen

Vorstandsteam

M. Gencgel, A. Rebel, B. Eggensperger

Dirigent

Thomas Maier

Jugenddirigentin

Carolin Stier

Jugendleitung

Claudia Seebach & Louisa Weiland

Schriftverkehr

Sabine Hoppe

 

 

Aktives Mitglied werden

Eine aktive Mitgliedschaft beim MVR ist jederzeit möglich. Die unterschiedlichen Gruppierungen, die Sie unter Orchester und Jugendabteilung finden, ermöglichen das Musizieren in jedem Alter.

Nehmen Sie Kontakt über eine der nebenstehenden Kontaktadressen auf. Wir freuen uns über neue Mitglieder!

Förderndes Mitglied werden

Durch Ihren Beitritt unterstützen Sie den Verein und tragen zum Fortbestand der ausgeprägten Jugendarbeit bei. Der Mitgliedsbeitrag wird für die Finanzierung von Noten, Instrumenten, Weiterbildungen und Dirigenten verwendet.

Vertreter der Förderer